Trockenfutter oder Nassfutter?

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet entspricht Nass- oder  Feuchtfutter eher der natürlichen Ernährung des Hundes. In der freien Natur besteht die Ernährung der Vierbeiner eben auch zu einem erheblichen Anteil aus Wasser.

Gegen Trockenfutter spricht natürlich nichts, wenn für genügend Flüssigkeitszufuhr gesorgt wird. Dies ist jedoch teilweise sehr schwierig, da der Hund unmittelbar nach dem Essen das vier-bis sechsfache an Flüssigkeit trinken müsste um das Trockenfutter richtig zu verarbeiten.

Zudem ist in jedem Trockenfutter ein Konservierungsstoff enthalten, damit das Futter länger haltbar bleibt. Bei der Trocknung an sich wird das Trockenfutter kurzzeitig oft auf über 400 Grad erhitzt wodurch fast alle natürlichen Vitamine verloren gehen.

Vorteile des Trockenfutters

  • leichter, daher bequemer zu tragen
  • geringerer Preis
  • länger haltbar für die Vorratshaltung

Nachteile des Trockenfutters

  • schwere Verdaulichkeit
  • permanenter Wassermangel (Dehydration)
  • extrem schlechte Verwertbarkeit
  • Getreide statt Fleisch
  • Gifte durch Konservierung im Trocknungsprozess
  • Milben als Allergieauslöser
  • Äußerst hoher Denaturierungsgrad durch Produktionsart
  • Nachhaltige Schädigung von Zähnen und Zahnfleisch
  • Gefahr von Magendrehungen

Beim Hund ist es wie beim Menschen: Eine ausgewogene Ernährung und Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen ist die Basis für ein langes Leben. Ihr Hund sollte daher optimal mit allen Nährstoffen versorgt werden. Damit er aber nicht zu dick wird, muss dazu die tägliche Futtermenge stimmen.

Unsere Empfehlung

Die Ernährung des Hundes hängt von der natürlichen Bewegung am Tag, der Rasse des Hundes und des Entwicklungsgrades zusammen. Erwachsene Tiere erhalten in der Regel zweimal täglich eine Portion, Welpen bis zu viermal pro Tag kleinere Portionen.

Denken Sie im Gesamten aber auch an die Kalorienbilanz in Bezug auf zusätzliche Snacks. Durch regelmäßige Gewichtskontrollen können Sie feststellen, ob Ihr Hund zu viel Gewicht auf die Waage bringt und die Bewegung gegebenenfalls zu erhöhen ist.

Bietet Nassfutter meinem Hund alle wichtigen Nährstoffe?

Nassfutter für Hunde gilt als ein Alleinfuttermittel. Ihr Hund wird mit allen notwendigen und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt, sofern die Zusammensetzung des Nassfutters stimmig ist. Wir setzen hier auf eine angepasste Rezeptur mit Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten sowie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Im Zusammenspiel erfüllen sie die speziellen Bedürfnisse Ihres Hundes.

Zusätzlich versorgt Nassfutter den Vierbeiner mit viel Flüssigkeit und deckt den täglichen Wasserbedarf zu einem großen Teil ab. Im Gegensatz zu Trockenfutter sorg es für ein angenehmes Sättigungsgefühl, da es nicht erst im Magen „aufquillt“.

Unser Nassfutter enthält Präbiotika zur Unterstützung der Darmflora, Antioxidantien zum Zellschutz und Stärkung des Immunsystems sowie Proteine zur Unterstützung der Muskulatur und der Gesundheit von Haut und Fell.

Welches Nassfutter eignet sich für Welpen?

Generell sollten Sie dem Nassfutter im Welpenalter den Vorzug geben. Es ist leichter verdaulich und bildet durch die richtigen Nährstoffe die Grundlage für gesundes Knochenwachstum. Kalzium und Phosphor sind in einem ausgewogenen Verhältnis enthalten und schaffen die Grundlage für eine natürliche Entwicklung. Die weiche Konsistenz des Nassfutters schafft zudem Erleichterung während des Zahnwechsels.

Viele Futtermittelhersteller bieten spezielle Futtersorten für Welpen, erwachsene Hunde und Senioren an. Teilweise sind die Unterschiede aber marginal und grundsätzlich sollte jedes Nassfutter auch für jegliche Altersstufen gesund sein. Spezielle Nahrungsergänzung je nach Alter des Hundes machen mehr Sinn, als spezielle Futtertypen.

Gibt es spezielles Nassfutter für Hunde mit Allergien und Unverträglichkeiten?

Auch unter Hunden treten Allergien und Unverträglichkeiten immer häufiger auf und sind – wie beim Menschen – weit verbreitet. Vielen Tieren machen  aufgrund falscher Zusammensetzung im Futter Nierensteine Probleme, andere leiden unter Lebererkrankungen oder haben einen empfindlichen Magen.

Aktuell bieten wir mit dem Nassfutter Rind Pur und Pferd Pur die Möglichkeit, nur eine Proteinquelle zu wählen und so dem Hund nur verträgliche Kohlenhydrate zuzuführen, frei von sämtlichen Zusatzstoffen.

Wie viel Nassfutter benötigt mein Hund?

Die richtige Futtermenge für ihr Tier ist natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig. Aufgrund der besonderen Bedürfnisse der einzelnen Hunderassen fallen auch die Dosierungen unterschiedlich aus.

Kleine Hunde benötigen oft nur einen Bruchteil der Menge, die für einen großen erforderlich ist. Ältere Hunde fressen weniger als junge, agile Tiere. Hunde, die sehr lebhaft sind, verbrauchen aufgrund ihrer zusätzlichen Bewegung mehr Kalorien und benötigen daher mehr Futter.

Nassfutter hat den Vorteil, dass es nicht unnatürlich hoch konzentriert ist wie Trockenfutter. Daher lässt es sich besser dosieren und Ihr Hund ist in der Regel schneller satt.

Sollten Hunde bei einer Sorte Nassfutter bleiben?

Eine generelle Antwort auf diese Frage lässt sich leider nicht geben. Teilweise reagieren Hunde sehr empfindlich auf einen häufigen Wechsel der Futtersorte. Andere Hunde lieben die Abwechslung. Bei vielen Hundehaltern ist eine gesunde Balance beliebt, die wir grundsätzlich auch empfehlen.

Am Ende kommt es immer auf die Bedürfnisse Ihres Hundes an. Sollte die Fütterung zu einseitig werden, erweitern Sie mit Nahrungsergänzungsmitteln.